"Die Einsamen und die Toten" von A.K. Buchmann
Las Vegas, Stadt der Gegensätze.
Die Gewinner genießen die Annehmlichkeiten der Glitzermetropole. Die Verlierer hausen in Tunneln unter den Straßen.
Aber vor dem Virus sind alle gleich.
In einem geheimen Forschungslabor mitten in der Mojavewüste arbeitet Professorin Nina Jüngst an der Entschlüsselung der Natur von Wolfsmenschen und dem Vampir-Virus. Ihre Arbeit wird jäh
unterbrochen, als im nahen Las Vegas ein unbekannter Erreger ausbricht, der alle Infizierten binnen weniger Minuten in gewalttätige Fleischfresser verwandelt. Schnell gerät die Lage in der Stadt außer Kontrolle. Professorin Jüngsts einziger Hoffnungsschimmer ist der Indexpatient. Anhand der Proben aus seinem Körper will sie den Aufbau des Erregers verstehen. Auf der Suche nach ihm wagt sie sich mit einem Einsatzteam mitten ins Zentrum von Las Vegas. Doch die Zeit spielt gegen sie. Die Regierung will eine Ausbreitung des Virus um jeden Preis verhindern und die ersten Infizierten haben bereits die Stadt verlassen …
Würdest du eine ganze Stadt opfern, um die Welt vor einer Pandemie zu schützen?
Ihr wollt mehr von A. K. Buchmann und ihren Protagonisten Reinhard Sperber, Jeremiah Winters und Nina Jüngst?
Reinhards Geschichte lest ihr in "Tiefe Gräben" und Jeremiahs in "Rote Meere".
Die Gewinner genießen die Annehmlichkeiten der Glitzermetropole. Die Verlierer hausen in Tunneln unter den Straßen.
Aber vor dem Virus sind alle gleich.
In einem geheimen Forschungslabor mitten in der Mojavewüste arbeitet Professorin Nina Jüngst an der Entschlüsselung der Natur von Wolfsmenschen und dem Vampir-Virus. Ihre Arbeit wird jäh
unterbrochen, als im nahen Las Vegas ein unbekannter Erreger ausbricht, der alle Infizierten binnen weniger Minuten in gewalttätige Fleischfresser verwandelt. Schnell gerät die Lage in der Stadt außer Kontrolle. Professorin Jüngsts einziger Hoffnungsschimmer ist der Indexpatient. Anhand der Proben aus seinem Körper will sie den Aufbau des Erregers verstehen. Auf der Suche nach ihm wagt sie sich mit einem Einsatzteam mitten ins Zentrum von Las Vegas. Doch die Zeit spielt gegen sie. Die Regierung will eine Ausbreitung des Virus um jeden Preis verhindern und die ersten Infizierten haben bereits die Stadt verlassen …
Würdest du eine ganze Stadt opfern, um die Welt vor einer Pandemie zu schützen?
Ihr wollt mehr von A. K. Buchmann und ihren Protagonisten Reinhard Sperber, Jeremiah Winters und Nina Jüngst?
Reinhards Geschichte lest ihr in "Tiefe Gräben" und Jeremiahs in "Rote Meere".
Leseprobe
„Die Einsamen und die Toten“
von A.K. Buchmann
(S. 30 - 36)
Bekenntnisse
Area 51
„Die Einsamen und die Toten“
von A.K. Buchmann
(S. 30 - 36)
Bekenntnisse
Area 51
Das Blut der Wölfin schimmerte auf dem Objektträger.
Professorin Nina Jüngst hielt ihn gedankenverloren mit den behandschuhten Fingern gegen das weiße Licht unter dem geschlossenen Abzug des Hochsicherheitslabors.
»Zur Hölle noch mal!«, flüsterte sie.
Quinn verstand sie trotzdem. Wie sie trug er ein Headset unter seinem Quarantäneanzug. Er verstaute gerade vorschriftsgemäß den Rest der Probe zur Archivierung in einem Behälter mit flüssigem Stickstoff.
»Alles in Ordnung, Professorin?« Er drehte ihr den Kopf zu.
»Ja … Nein! Warum haben wir noch mal einen Test vorgenommen?«
Selbst durch das transparente Plastik seiner und ihrer eigenen Kopfbedeckung hindurch sah sie seinen verwirrten Gesichtsausdruck.
»Na ja. Sie haben den Test angeordnet«, sagte Quinn.
Sie schürzte die Lippen. »Ja, das habe ich. Aber machen wir uns nichts vor! Unsere Forschung tritt auf der Stelle. Mein Gott! Wie oft habe ich mein eigenes Blut jetzt schon untersucht? Ich weiß es nicht! Und jedes Mal dasselbe Resultat. Bin ich bei der Blutentnahme eine Wölfin, zeigen alle Marker in den Untersuchungen hinterher auch eine Wölfin an. Wähle ich die menschliche Gestalt, ist mein Blut menschlich. Aber das Zwischenstadium bekomme ich einfach nicht zu fassen! Es ist zum Verrücktwerden!« Energisch entsorgte sie den Objektträger in dem dafür vorgesehenen Behältnis und zog die Hände aus den Handschuhen, die in den Abzug eingelassen waren. »Eine erneute DNA-Sequenzierung können wir uns vermutlich sparen«, sagte sie zerknirscht. »Der Aufwand ist es nicht wert! Am Ergebnis wird sich nichts ändern!«
Quinn schwieg. Vielleicht war es eine pietätvolle Geste. Sie kannte ihn nicht gut genug, um das beurteilen zu können. Für gewöhnlich arbeitete sie mit Dr. Brandon Gong zusammen, aber der hatte Urlaub, und so hatte sie Quinn vor zwei Stunden gebeten, ihr Blut zu entnehmen. Sie wusste selbst nicht, wo sie vor jeder Blutentnahme die Hoffnung hernahm, dem Rätsel ihrer eigenen Natur endlich auf die Spur zu kommen. Aber auch dieses Mal war ihr Optimismus nun am Boden. Dabei interessierte sie seit ihrer Jugend nichts brennender als die Frage, wie es möglich sein konnte, dass sich ein derart komplexes Lebewesen wie der Mensch innerhalb einer Minute in einen Wolf verwandeln konnte.
Sie dachte wieder an Brandon Gong. Alles in allem war er ein ziemlich verschrobener Typ, der sich für alte Legenden interessierte und in letzter Zeit eine Obsession für Fledermäuse und Ratten entwickelt hatte. Aber er hätte in dieser Situation ein aufmunterndes Wort übriggehabt und ihr gesagt, dass sie an sich glauben solle. Oder aber er hätte ihr gesagt, dass sie aufhören müsse, die Wunder dieser Welt unbedingt in menschliche Kategorien pressen zu wollen. Und dann hätte er angefangen, etwas über indianische Mythologie zum Besten zu geben und sie beinahe ehrfürchtig Tivaci, Wolf, genannt.
Bei dem Gedanken entfuhr ihr ein Lachen.
Quinn drehte ihr den Kopf zu, aber schwieg weiterhin.
Sie beobachtete, wie er den Behälter mit dem flüssigen Stickstoff schloss. Der feine Nebel, der eben noch herausgewabert war, verflüchtigte sich. Anschließend durchquerte er in dem mit Luft aufgeblasenen Schutzanzug das Labor und begann unter einem weiteren Abzug seiner üblichen Arbeit nachzugehen, die in der weiteren Erforschung und Überwachung des V-Virus bestand.
»Warum arbeiten Sie ausgerechnet hier?«, fragte sie.
»Gibt gutes Geld.«
Sie sog scharf die Luft ein. Wie konnte er derart leidenschaftslos sein? Sie war froh, dass sie nicht öfter mit ihm zusammenarbeiten musste. Er konnte weder gut Blut abnehmen noch war er eine moralische Stütze! Anstatt irgendetwas Nettes zu sagen, ging er einfach seiner Arbeit weiter nach. Da lobte sie sich Gong, auch wenn der zuweilen etwas wunderlich war.
Sie seufzte. Hinter ihren Schläfen pulsierte ein dumpfer Schmerz. Sie nahm sich vor, eine Schmerztablette zu nehmen, sobald sie das Hochsicherheitslabor verlassen hatte, und sich noch einmal hinzulegen. Sie war müde … Obwohl, wenn sie es recht bedachte, schlief sie nicht schlecht. Sie hatte keine Albträume oder wachte zwischendurch auf. Genau genommen schlief sie wie eine Tote. Sofern sie träumte, konnte sie sich am nächsten Tag nicht daran erinnern. Dieser Umstand war zwar ungewöhnlich, aber mehr auch nicht. Sorgen bereitete ihr eher die unerklärliche Unruhe, die sie fortwährend umklammert hielt und sie zum Handeln antrieb, zu weiteren sinnlosen Tests, die stets die immer gleichen, nichtssagenden Resultate hervorbrachten. Die Wolfsmetamorphose war und blieb ein Rätsel, das sich selbst mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln nicht lösen ließ. Und diese Mittel waren gewaltig. THIRTEEN STRIPES, die Organisation für die sie arbeitete, scheute keine Kosten und Mühen, um ihre Forschungen voranzutreiben. Und um sie – genau wie die Vampire – vom Rest der Welt zu isolieren. Niemand hatte es ihr gegenüber je laut ausgesprochen, aber Professorin Jüngst war sicher, dass ihr Labor nicht ohne Grund mitten in der Mojavewüste lag, eingekesselt zwischen rostroten Bergen, gut einhundertfünfzig Kilometer außerhalb von Las Vegas. Die Öffentlichkeit nannte die Air-Force-Basis, auf der sich ihr Arbeitsplatz befand, Area 51. Eine Zeit lang hatte es einen regelrechten Hype um die Anlage gegeben. Menschen aus aller Welt waren in die Wüste gepilgert, weil sie glaubten, die Regierung halte dort Außerirdische und Ufos versteckt und forsche an ihnen. Besonders Mutige versammelten sich sogar vor dem Haupttor mit Schildern, auf denen absurde Slogans zu lesen waren, die wirkten, als wären sie einer Mystery-Fernsehserie entsprungen. »Ich will glauben!« und so ein Quatsch stand darauf. Irgendwann in den 2010er-Jahren war der Trend merklich abgeflaut, die Pilger von damals wurden als Irre abgestempelt und die Welt war sich im Großen und Ganzen darüber einig, dass auf Area 51 Waffensysteme getestet wurden.
Bei dem Gedanken lächelte Professorin Jüngst unwillkürlich.
Selbstverständlich testete die Air Force hier Waffen! Und sie gestattete THIRTEEN STRIPES, ihre Wolfsnatur zu erforschen und die der Vampire. Darüber war bisher jedoch kein einziges Wort nach draußen gedrungen. Wenn sie ehrlich war, überraschte sie dieser Umstand. Die Leute glaubten an Ufos, aber nahmen keine Notiz von den Vampiren, die unter ihnen lebten und keinesfalls immer unauffällig blieben, wie Jeremiah Winters eindrücklich bewiesen hatte. Aber selbst davon war nichts in den Zeitungen gelandet. THIRTEEN STRIPES war ein Meister der Vertuschung.
Auf ihrem Laptop kündigte ein kurzes Plingen den Eingang einer Nachricht an. Sie drehte sich zu dem silbernen Beistelltisch um, auf dem der Computer abgestellt war, und wählte den Posteingang aus. Die E-Mail war von Gong. Neben ihrer Adresse war noch die vom Weißen Haus eingetragen. Der Betreff klang alarmierend. »Das Ende« stand dort.
Professorin Jüngst schluckte. Gong hatte durchaus einen Hang zur Pathetik. Immer wieder hatte er von alten Mythen geredet und ihr gut gemeinte Ratschläge erteilt. Sie solle sich bei dem Rätsel um ihre Wolfsnatur lieber auf das alte Wissen, anstatt auf Blutproben und DNA-Sequenzierungen, konzentrieren. Irgendwann war ihr der Kragen geplatzt und sie hatte ihm mehr als deutlich mitgeteilt, dass sie sich auf die Fakten konzentrieren wolle.
Sie öffnete die Mail, in der nur ein einziger Satz stand: »Sehen Sie sich das Video im Anhang an!«
Was in aller Welt sollte das alles? Und warum schickte Gong eine derart unprofessionelle Mail an sie und das Weiße Haus? Unwillkürlich straffte sie die Haltung und rückte den Bildschirm zurecht. Sie öffnete das Video und schaltete den Ton an.
Wider Erwarten erschien nicht Gongs Gesicht auf dem Bildschirm, sondern zwei wildfarbene Ratten. Die eine saß in einem Terrarium, die andere klemmte in Rückenlage zwischen den Fingern einer behandschuhten Hand. Eine Spritze mit einer grünen Flüssigkeit senkte sich auf sie herab. Als die Spitze in ihren Bauch eindrang, begann die Ratte sich zu winden. Professorin Jüngst sah zu, wie die wenigen Milliliter Flüssigkeit in ihrem Körper verschwanden, ehe die Ratte ebenfalls in das Gefäß gesetzt wurde. Das Tier lief Schutz suchend zu seinem Artgenossen und drückte sich an ihn.
Professorin Jüngst hielt das Video an und warf einen Blick über die Schulter zu Quinn, der vor dem Abzug saß und in seine Arbeit vertieft war.
Sie drückte erneut auf Play.
Gongs Stimme erklang aus dem Off. »Die indigenen Völker dieses Landes leben teilweise bis heute in Einklang mit der Natur. Sie verneigen sich vor ihr. Gleichzeitig empfinden sie Furcht vor ihr. Und das aus gutem Grund! Die Natur ist unsere Herrin, auch wenn wir in Zeiten von Wissenschaft, Forschung und Fortschritt glauben, es sei anders. Wir Menschen denken, wir könnten sie unterwerfen. Aber dem ist nicht so! Ihre Warnungen ignorieren wir. Der steigende Meeresspiegel, die gehäufte Anzahl der Extremwetterereignisse, das Sterben der Arten.«
Eine kurze Pause folgte, in der Gong geräuschvoll einatmete und Professorin Jüngst mit den Augen rollte. Natürlich stellte sie nicht den Raubbau des Menschen an der Natur in Abrede, aber warum musste Gong einen derart pathetischen Vortrag halten und ein Video davon nicht nur an sie, sondern auch an das Weiße Haus schicken?
»Mein Name ist Doktor Brandon Gong. Ich bin Biotechnologe und arbeite unter Professorin Nina Jüngst auf der Ihnen allen bekannten Air-Force-Basis in der Mojavewüste. Lange habe ich versucht, die Professorin von meinem Weltbild zu überzeugen, aber sie wollte mir nicht glauben, dass wir genug wissen. Jetzt ist es an der Zeit, Taten sprechen zu lassen, um uns Menschen die Hierarchien dieser Welt zu verdeutlichen. Meine Seite habe ich gewählt. Es ist die der Natur. Und ich verneige mich vor ihr und helfe ihr, nicht nur die Stimme gegen uns Menschen zu erheben, sondern ihre geballte Faust!«
Professorin Jüngst gefror das Blut in den Adern. Das war das Geschwätz eines Irren!
»Sehen Sie sich die Ratten an. Sehen Sie genau hin! Noch sitzen sie nahe beieinander, aber schon bald werden sie aufeinander losgehen. Sie werden nichts anderes mehr kennen als Hunger, der sie vorantreibt. Ihr Hunger wird auch uns befallen, denn in diesem Moment habe ich das Virus bereits in Las Vegas ausgesetzt, in der Stadt, die wie kaum eine andere hungrig ist. Hungrig nach Geld, nach Rausch, nach Superlativen. Sie ist ein Symbol unserer vom Kapitalismus geprägten Welt. Ich selbst werde mir das Vorrecht aufsparen, der erste Mensch einer neuen Welt zu werden! Einer Welt, in der wir Menschen einander für unsere Untaten bestrafen.« Wieder verstummte er einen Augenblick lang. Als er erneut zu sprechen begann, hatte seine Stimme an Schärfe verloren. »Ich hasse uns Menschen nicht, nein, wirklich nicht. Aber wir müssen endlich lernen, dass etwas über uns steht und wir nur ein kleiner Teil dieser Welt sind. Nicht ihr Herrscher und auch nicht ihr Schöpfer. … Professorin Jüngst?«
Sie zuckte zusammen, als Gong sie durch den Äther der Aufzeichnungen hinweg ansprach.
»Sie haben die Geschichten und Mythen der Altvorderen immer vom Tisch gewischt. Aber ich habe das Virus wiedergefunden, das diese hungrige Welt von der menschlichen Hybris heilen wird. Sie haben richtig gehört. Ich habe es wiedergefunden. Es war die ganze Zeit über da und hat in den Fledermäusen auf seine Auferstehung gewartet.«
Ratten und Fledermäuse!
Der Zusammenhang fiel Professorin Jüngst plötzlich wie Schuppen von den Augen. Das vampirische V-Virus stand im Verdacht, erstmals von einer Fledermaus auf einen Menschen übergegangen zu sein. Der Fall hatte sich in den Südstaaten ereignet. Belegt war, dass Ratten das Virus weitertragen konnten. Gong musste noch nicht einmal heimlich an den Fledermäusen forschen. Das Team hatte dazu ganze Studienreihen mit Dutzenden Versuchstieren durchgeführt. Offensichtlich hatte er dabei ein Virus gefunden. Und die Ratten nutzte er als Wirte.
»Sie sind der Wolf, Professorin. Ob Sie das nun wahrhaben wollen oder nicht. In Ihnen liegt der Schlüssel. Es kann nicht anders sein. Sie müssen mir vertrauen und sich selbst.«
Sie erschauderte. Offensichtlich war Gong völlig übergeschnappt! Gerne hätte sie die Worte ihres Assistenten abgetan, aber ihr schwante Böses.
...
© A.K. Buchmann und Shadodex – Verlag der Schatten
»Die Einsamen und die Toten«
von A.K. Buchmann
ISBN (Taschenbuch):
978-3-98528-059-9
332 Seiten, Preis: 16,00 €
ISBN (epub): 978-3-98528-060-5
4,99 €
Angaben zur Produktsicherheit:
Hersteller:
Shadodex - Verlag der Schatten, Bettina Ickelsheimer-Förster
Ruhefeld 16/1, D-74594 Kreßberg-Mariäkappel
E-Mail: info@verlag-der-schatten.de
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