"Nano: Porto" von Oliver Borchers
Die Fortsetzung von "Nano: Lüneburg".
Nach dem Sieg über die Künstliche Intelligenz des Professors Launel in Lüneburg wähnen sich Steam und Johann in Porto sicher.
Als sich überall auf der Welt Ereignisse häufen, die auf erneute KI-Aktivitäten hindeuten, wird Steams ehemalige Freundin Cara verdächtigt.
Doch die kämpft im benachbarten Spanien mit unheimlichen Wesen, den Sleepern, die den Untergang der Menschen bedeuten könnten.
Woher kommen diese Sleeper und was haben die Hilfsorganisation Miserco und der portugiesische Staat damit zu tun?
Wird Steam die Geheimnisse aufklären und die Menschheit retten?
Taschenbuch
ISBN: 978-3- 98528-020-9
312 Seiten, Preis: 15,00 €
E-Book (nicht hier im Shop erhältlich)
ISBN: 978-3-98528-021-6 (epub)
Preis: 4,99 €
Nach dem Sieg über die Künstliche Intelligenz des Professors Launel in Lüneburg wähnen sich Steam und Johann in Porto sicher.
Als sich überall auf der Welt Ereignisse häufen, die auf erneute KI-Aktivitäten hindeuten, wird Steams ehemalige Freundin Cara verdächtigt.
Doch die kämpft im benachbarten Spanien mit unheimlichen Wesen, den Sleepern, die den Untergang der Menschen bedeuten könnten.
Woher kommen diese Sleeper und was haben die Hilfsorganisation Miserco und der portugiesische Staat damit zu tun?
Wird Steam die Geheimnisse aufklären und die Menschheit retten?
Taschenbuch
ISBN: 978-3- 98528-020-9
312 Seiten, Preis: 15,00 €
E-Book (nicht hier im Shop erhältlich)
ISBN: 978-3-98528-021-6 (epub)
Preis: 4,99 €
Leseprobe
»Nano: Porto«
von Oliver Borchers
(Fortsetzung von »Nano: Lüneburg«)
(Seite 19 – 22)
…
Eine rot blinkende Prioritätsmitteilung war eingegangen. Ich öffnete sie, indem ich sie fokussierte und mit einem Zeigefinger gegen meine Schläfe tippte.
Der Text verdeckte die Frauen teilweise, ihre ausladenden Bewegungen ließen manche Buchstaben tanzen.
»Die Ratsvorsitzende bittet um Teilnahme an Notfallsitzung wegen des nuklearen KI-Angriffs. Bitte bestätigen für Verbindungsaufbau.«
Mein Herz schlug noch schneller. Ein nuklearer KI-Angriff? Horrorgeschichten aus meiner frühesten Kindheit kochten hoch. Die Drohung von Amerika, Russland und China, die gesamte Welt mit ihren Atomarsenalen zu vernichten, hatte mich verfolgt, seit ich denken konnte. Der erwartete große Krieg kam nie, als jedoch die KI Atomkraftwerke auf der ganzen Welt in die Luft jagte, war der Horror zumindest teilweise wahr geworden.
Mit zitternder Hand bestätigte ich die Nachricht. Sofort verwandelte sich das übergelagerte Bild in eine Frau mit streng zurückgebundenen Haaren, die mich scharf fixierte. Sie trug ein teures Gewand, das einem Kimono ähnelte. Lupa, die Präsidentin der portugiesischen Konföderation kam mit festen Schritten näher und hob ein S-Con in die Höhe, das sie aus den Tiefen ihres Gewandes geangelt hatte.
»Heroína. Entschuldige bitte, dass ich dich störe. Aber ich möchte dir das hier zeigen, bevor es durch das RIP geht.«
Ich musterte die mächtigste Frau Portugals. Ich hatte sie seit meiner Ankunft ein paar Dutzend Mal getroffen und war stets überwältigt von ihrer kraftvollen Ausstrahlung. Heute jedoch erkannte ich tiefe Sorgenfalten unter ihren Augen.
Ihr S-Con leuchtete hell auf, als eine Explosion den Bildschirm beleuchtete.
»Vor einer Stunde ist in der polnischen Ebene eine Plutoniumbombe hochgegangen. Das ist ungefähr fünfhundert Kilometer östlich von Berlin geschehen. In einer Gegend, die sowieso schon radioaktiv verstrahlt war.«
Eine Schockwelle raste über sumpfiges Brachland und verwilderte Wälder. Ein gewaltiger Pilz aus heißem Plasma wuchs in den Himmel.
Lupa tippte auf ihren Bildschirm. »Diese Aufnahmen haben Agenten an der Grenze zur Nord-EU aufgenommen. Zuvor hatten unsere Radarstationen den Kurs eines schnellen Objekts registriert, das sich von Amerika aus näherte.«
Ich schluckte. Eine Interkontinentalrakete aus Amerika? Diese Dinger waren in den verdeckten Nano-Scharmützeln zwischen den damaligen Weltmächten USA, Russland und China vernichtet worden.
Direkt vor der Nano-Katastrophe, als die Nanotechnologie aufhörte zu funktionieren, gab es keine intakten Atomwaffen mehr.
Lupa räusperte sich. »Es ist extrem unwahrscheinlich, dass amerikanische Siedler diese Waffe repariert haben. Die meisten Leute dort sind froh, wenn sie halbwegs funktionierende Filter herstellen können. Es gibt nur eine plausible Erklärung dafür.«
»Cara«, flüsterte ich.
»Cara oder ein weiterer Klon der KI«, bestätigte sie. »Dieses Ding muss sich dorthin zurückgezogen haben, wo dein Virus nicht funktioniert, und seine Nanobots haben dann diese Rakete repariert.«
Ich runzelte die Stirn. »Das ist eigentlich nicht möglich. Alle KI-Klone standen miteinander in Verbindung. Außer die in den hermetisch abgeriegelten Kapseln. Sobald die sich aber öffnen, um beispielsweise Nervenverbindungen zu ihren Gastkörpern herzustellen, erwischt der Virus sie, weil alle Nanobots in menschlichen und nicht-menschlichen Gästen infiziert sind. Und wenn sich die Kapseln nicht öffnen, können auch keine neuen Nanobots herausgeschickt werden, um Nervenverbindungen zu reparieren. So oder so, die KI in den Kapseln existiert nicht lange genug, um jahrzehntealte Atomraketen wieder einsatzbereit zu machen.«
Lupa trat näher an die Kamera heran. Ihr Gesicht schwebte unnatürlich groß vor meinen Augen. Dann verschwand es und änderte sich in die Satellitenaufnahme einer öden Landschaft in Amerika. Eine Wellblechsiedlung erstreckte sich am Rand eines Hügels, ein weit geöffnetes Raketensilo zeigte frische Brandspuren. Die Kamera zoomte hinein.
»Ich würde dir recht geben, hätte ich das hier nicht gesehen«, sagte Lupa leise.
Außerhalb der Siedlung lag eine Kapsel, die genauso aussah wie das Ding, das man mir vor einigen Monaten aus dem Knie operiert hatte.
Mein Herz raste, ich knirschte mit den Zähnen. Kurz kochten die Geschehnisse in La Lune wieder hoch und ich sah das Gesicht von Johann, während Roboterarme versuchten ihm eine Kapsel einzupflanzen.
Ich ignorierte die beiden Frauen, die mir abschätzende Blicke zuwarfen, und sagte: »Das sieht tatsächlich übel aus. Hast du noch mehr Informationen?«
Das Bild der mächtigsten Frau Portugals erschien wieder vor meinen Augen.
»Genau die gleiche Frage stellte mir der Rat. Da ich leider verneinen musste, haben wir einstimmig beschlossen, dass Portugal jetzt entschieden einschreiten muss.«
Trotz der Ernsthaftigkeit der Situation schmunzelte ich. Lupa Rodrigues war keine Frau, die sich mit anderen beriet. Sie entschied allein. Der Rat war sie selbst, der Rest nur eine Gruppe von rückgratlosen Ministern. Dass jeder das wusste, war ihr egal.
»Schön ausgedrückt, aber was genau …«
»Heroína, wir brauchen dich dort vor Ort. Wir benötigen deine Expertise.«
Ich schwieg und versuchte meinen Herzschlag zu beruhigen.
Vor Ort!
An einer Stelle, an der eine oder möglicherweise weitere Kapseln lagen und die KI aktiv war.
Ich verspürte ein leichtes Ziehen in meinem Knie, eine Erinnerung an dunklere Zeiten. …
© Oliver Borchers
und Shadodex –Verlag der Schatten
»Nano: Porto« von Oliver Borchers
Taschenbuch
ISBN: 978-3- 98528-0209
312 Seiten, Preis: 15,00 €
E-Book
ISBN: 978-3-98528-021-6 (epub)
Preis: 4,99 €
Ein fesselnder Cyberpunk-Roman zum Thema
Nanotechnologie und Künstliche Intelligenz.
Angaben zur Produktsicherheit:
Hersteller:
Shadodex - Verlag der Schatten, Bettina Ickelsheimer-Förster
Ruhefeld 16/1, D-74594 Kreßberg-Mariäkappel
E-Mail: info@verlag-der-schatten.de
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Ruhefeld 16/1, D-74594 Kreßberg-Mariäkappel
E-Mail: info@verlag-der-schatten.de
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