Hardcover Edition Moonflower Band 8
Limitierte Edition
Als in Edinburgh bei Bauarbeiten in einem Keller eine alte Ziegelmauer zum Vorschein kommt, auf der die Jahreszahl 1647 prangt, ahnt noch niemand, welch unheimliche Entdeckung sich dahinter verbergen und welch unglaubliche Geschichte aufgedeckt werden soll. Denn etwas lauert dort seit vielen Jahren.
»… Ich bete, dass man uns vergibt, was wir im Begriff sind zu tun. Neunundvierzig arme Seelen leben noch in Clootie Close, nichts ahnend von dem fürchterlichen Schicksal, dem man sie anheimgeben wird.«
(Aus dem Tagebuch des Pestarztes George Rae)
Als in Edinburgh bei Bauarbeiten in einem Keller eine alte Ziegelmauer zum Vorschein kommt, auf der die Jahreszahl 1647 prangt, ahnt noch niemand, welch unheimliche Entdeckung sich dahinter verbergen und welch unglaubliche Geschichte aufgedeckt werden soll. Denn etwas lauert dort seit vielen Jahren.
»… Ich bete, dass man uns vergibt, was wir im Begriff sind zu tun. Neunundvierzig arme Seelen leben noch in Clootie Close, nichts ahnend von dem fürchterlichen Schicksal, dem man sie anheimgeben wird.«
(Aus dem Tagebuch des Pestarztes George Rae)
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Hersteller:
Shadodex - Verlag der Schatten, Bettina Ickelsheimer-Förster
Ruhefeld 16/1, D-74594 Kreßberg-Mariäkappel
E-Mail: info@verlag-der-schatten.de
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Leseprobe
Band 8
»Miasma – Das Geheimnis von
Clootie Close«
von P.J. Hill
(Seite20 - 25)
Band 8
»Miasma – Das Geheimnis von
Clootie Close«
von P.J. Hill
(Seite20 - 25)
…
Charlie zog ihre Taschenlampe hervor und leuchtete damit den hinteren Teil des Raumes aus. »Das da ist es. Großartig, oder?«
Der Lichtkegel wanderte langsam eine unebene Wand entlang, die sich nur ein paar Schritte von ihnen entfernt befand. Von unten nach oben, von oben nach unten, von rechts nach links und dann langsam wieder zurück, sodass Doug einen guten Blick auf jeden Ziegel hatte und auf jeden Krümel Mörtel.
Er schob seine Brille zurecht und machte einen neugierigen Schritt nach vorn. Auch wenn er Charlies überschwappende Begeisterung nicht völlig teilte, musste er ihr recht geben: Dieser Fund war etwas Besonderes.
»Nicht gerade sorgfältige Handwerksarbeit«, murmelte er und ließ die Fingerspitzen über das Mauerwerk wandern, dessen Ziegel offenbar sehr eilig und unter Zeitdruck gelegt worden waren. »Und ziemlich eigenartig, wenn man bedenkt, dass der Rest des Raumes aus Sandsteinblöcken besteht. Ich vermute, man hat diese Mauer im Nachhinein eingezogen …«
Seine Assistentin schüttelte den Kopf und leuchtete auf die Stelle der Ziegelwand, wo jemand ziemlich krude die Jahreszahl 1647 eingekratzt hatte. »Das Haus wurde 1777 gebaut. Wenn man dem hier glauben kann, dann war die Mauer schon hier, als das Gebäude errichtet wurde.«
Doug strich mit den Fingern über das raue Gestein. »Was liegt dahinter?«
Charlie strahlte über beide Backen. »Das ist ja das Verrückte, Doug! Laut dem Stadtplan befindet sich absolut nichts dahinter!«
»Was?«
»Da sollte kein Haus sein, kein Schacht, gar nichts.«
Er runzelte die Stirn und musterte dann abermals die geheimnisvolle Wand. »Na ja, irgendwas muss dahinter liegen. Man zieht ja nicht einfach so zum Spaß eine Mauer. Noch dazu unter der Erde. Noch dazu im Jahr 1647.«
»Hast du eine Vermutung, was sich dahinter befinden könnte?«
Doug zuckte mit den Schultern. Er brachte es einfach nicht über sich, seiner begeisterten Assistentin zu sagen, dass sie vielleicht nur den leeren Keller eines längst abgerissenen Hauses entdeckt hatten. Ein Stadtarchäologe war in der Regel kein Indiana Jones und viele Entdeckungen waren leider viel unspektakulärer als der Kristallschädel oder die Bundeslade.
»Wir werden sehen«, sagte er, um Charlies Enthusiasmus nicht vorzeitig zu zerstören. »Die Studis sollen das hier dokumentieren, anschließend gehen wir mit der Sonde durch einen Spalt und werfen einen Blick hinter das Ding. Spätestens dann wissen wir mehr.«
»Den Spalt werden wir schlagen müssen«, wandte sie ein und leuchtete ein weiteres Mal jede Ritze aus. »In dieser Wand gibt es nicht den kleinsten Riss.«
Und tatsächlich: So sehr Doug auch suchte, er fand nicht den winzigsten Sprung, das kleinste Loch, durch das sie die Sonde hätten quetschen können. Es schien fast, als habe man vor langer Zeit diese Mauer zwar in allergrößter Eile fertiggestellt, aber darauf geachtet, dass nicht einmal ein Stäubchen hinein- oder hinausgelangen würde.
Seine Gedanken kehrten kurz zurück zu dem warmen Wind, den er vorhin gespürt zu haben glaubte, doch er wischte sie schnell beiseite. Woher auch immer der gekommen war, gewöhnlich gab es für solche Dinge einen logischen Grund – unerklärliche Luftbewegungen gab es schließlich bestenfalls in schlecht geschriebenen Gruselgeschichten – und er hatte nun wirklich Wichtigeres, über das er sich den Kopf zerbrechen konnte. Zum Beispiel wie er die Enttäuschung seiner Assistentin so klein wie möglich halten konnte.
»Wie auch immer, Charlie, ich möchte den Schaden gering halten«, sagte er und deutete auf eine Stelle im Mauerwerk, die ihm passend schien. »Wir bohren hier. Nur so breit, dass wir die Sonde einführen können. Und wenn wir wissen, womit wir es zu tun haben, dann sehen wir weiter.«
3
Und so kam es dann auch.
Nachdem die Studenten alles dokumentiert hatten und ein etwa münzgroßes Loch für die Sonde gebohrt war, führte Charlie am frühen Nachmittag mit routinierten Handgriffen die kleine Kamera durch die Wand. Derweil verfolgte Doug jede Bewegung des cleveren kleinen Geräts auf dem Bildschirm seines Laptops.
Was er sah, übertraf seine wildesten Erwartungen. »Da ist eine Gasse«, flüsterte er und starrte ungläubig auf den Monitor. »Ich kann die Fassaden von Häusern sehen, eine Straße und, ich glaube, sogar einen alten Karren. Unfassbar.«
»Eine unterirdische Gasse?« Mason reckte den Kopf, um einen besseren Blick zu bekommen. »Das gibt es doch gar nicht.«
»In Edinburgh schon«, erwiderte Charlie, die in der Zwischenzeit die Sonde in Pams emsige Hände übergeben hatte, um selbst einen Blick auf ihre unerwartete Entdeckung zu werfen. »Diese Stadt ist nie wirklich in die Breite gewachsen, sondern immer in die Höhe. Wenn der Platz unten nicht mehr ausreichte, dann baute man einfach nach oben, ein Stockwerk über das andere. Das führte dazu, dass manchmal ganze Häuserreihen unter der Erde verschwanden. Und offensichtlich auch ganze Straßen.«
Der junge Amerikaner wirkte wenig überzeugt. »Aber wie kann eine Straße einfach so in Vergessenheit geraten? Wie crazy ist das denn? Es gab ja auch schon im Mittelalter Stadtpläne.«
»1647 ist nicht mehr das Mittelalter«, grummelte Doug. »Bringen sie euch auf diesen teuren amerikanischen Elite-Unis gar nichts bei?«
»Ich weiß, dass 1647 nicht das Mittelalter ist«, verteidigte der Junge sich halblaut. »Ich habe das als Beispiel gemeint.«
»Vierhundert Jahre sind eine lange Zeit«, erwiderte Doug, ohne auf Masons Bemerkung einzugehen. Zeitgleich versuchte er sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr das jüngste Mitglied seines Teams ihn wieder einmal nervte.
...
© P.J. Hill und Shadodex – Verlag der Schatten/Edition Moonflower
(www.verlag-der-schatten.de)
»Miasma – Das Geheimnis von Clootie Close«
von P.J. Hill
Taschenbuch
ISBN: 978-3-98528-314-9
100 Seiten
Preis: 6,00 €
E-Book
ISBN: 978-3-98528-315-6 (epub)
Preis: 2,99 €
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